Berufliche Oberschule Erding

Staatliche Fachoberschule und Berufsoberschule

Auszeichnung für Schulentwicklung

i.S.i. Preisverleihung 2012Unsere Schule hat beim diesjährigen Wettbewerb "i.S.i. - Innere Schulentwicklung Innovationspreis 2011/12" das Finale erreicht. Am Dienstag, dem 24. April 2012 wurden die Preisträger im festlichen Rahmen im Literaturhaus München geehrt.
Der Staatssekrektär im Staatsministerium für Unterricht und Kultus Bernd Sibler und Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (vbw) hoben in Ihren Reden die Bedeutung der Schulentwicklung für die Weiterentwicklung von Schule und für die Verbesserung von Unterrichtsqualität heraus.

Insgesamt haben sich 76 Schulen für den Preis für die Innere Schulentwicklung beworben, in jeder Schulkategorie wurden 3 Schulen für das Finale nominiert. In unserer Kategorie hat die Berufliche Oberschule, Staatliche Fach- und Berufsoberschule Bad Neustadt den ersten Preis gewonnen.

Weiterführende Informationen finden Sie auf den Seiten des Kultusministeriums und auf den Seiten der Stiftung Bildungspakt Bayern.

Foto: Steffen Leiprecht, von links nach rechts: B. Brossardt, Hauptgeschäftsführer der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (vbw), K. Schmitz, Vorsitzender des Örtlichen Personalrats der Beruflichen Oberschule Erding, M. Ahlgrim, Schülersprecherin BOS, C. Scott, Schülersprecher FOS, J. Mätzler, Mitarbeiter der Schulleitung, J. Biller, ehemaliger Schulleiter der Beruflichen Oberschule Erding, G. Wengel, Schulleiter der Beruflichen Oberschule Erding, B. Sibler, Staatssekrektär im Staatsministerium für Unterricht und Kultus

Darstellung der Schulentwicklung an unserer Schule

Die isi-logoBerufliche Oberschule Erding, Staatliche Fachoberschule und Berufsoberschule Erding, wurde im Jahr 2003 gegründet und an die Dr.-Herbert-Weinberger Schule, Staatliche Berufsschule Erding angegliedert. Bis Juli 2011 wurden die Berufsschule Erding und die Fachober- und Berufsoberschule Erding in Personalunion geführt. Mit der Pensionierung des ehemaligen Schulleiters wurden die Schulen zum 01. August 2011 getrennt.

Die nachfolgend dargestellten Ergebnisse der Schulentwicklung beziehen sich auf Grund der oben genannten Geschichte auf die Berufliche Oberschule Erding an der Dr.-Herbert-Weinberger-Schule. Auch mit der Trennung der Schulen wird der gemeinsam begonnene Weg der Schulentwicklung weiter beschritten. So werden die Qualitätsmanagementprozesse im Rahmen von QmbS und die Maßnahmen der Mittleren Führungsebene weitergeführt. Daneben werden neue Projekte, wie AKZENT-Elternarbeit weiterverfolgt.

Im Herbst 2011 hat sich unsere Schule um den i.S.i. - Innere Schulentwicklung Innovationspreis 2011/12 beworben. Die Bewerbungsunterlagen mit der Darstellung der Ergebnisse der Schulentwicklung der letzten Jahre können Sie hier herunterladen. Nachfolgend sind einige der Ergebnisse noch einmal dargestellt, teilweise erweitert um die Möglichkeit zum Download von Materialien oder ergänzt durch Links.

Einführung der Mittleren Führungsebene

Im Rahmen des Modellversuchs Profil21 wurde an unserer Schule das Führungsmodell der Mittleren Führungsebene erfolgreich erprobt. Seit 2014 existiert an unserer Schule als Weiterentwicklung die Erweitere Schulleitungnach Art. 57a BayEUG.

Im Rahmen des Schulentwicklungsprozesses kam es bereits im März 2004 zur schulinternen Einführung der Führungsverantwortung für Fachbereichsleiter bzw. Fachschaftsleiter. Zu diesem Zeitpunkt wurde auch das Aufgabenspektrum dieses Personenkreises an unseren Schulen entsprechend den aktuellen Erwartungen an eine gut geführte und leistungskräftige Schule definiert. Als Grundlage diente die Ausarbeitung der Arbeitsgemeinschaft der Schulleiterinnen und Schulleiter für staatliche Berufsschulen in Oberbayern e.V. (ASBO).

Im Modellversuchsvorhaben Profil21 wurde seit dem Schuljahr 2007/2008 erprobt, welche Teilbereiche der bislang alleinigen Führungsverantwortung des Schulleiters dezentral auf eine mittleren Führungsschicht verlagert werden können, ohne den Schulleiter gänzlich von den Qualitätsmanagement- und Mitarbeiterführungsprozessen abzukoppeln.

Dabei wurden im Modellversuch Aufgabenbereiche herausgegriffen, welche ausschließlich der Qualitätssicherung von Unterricht und der Mitarbeiterführung dienen.

Neben der Entlastung des Schulleiters, der zum Zeitpunkt der Einführung der Mittleren Führungsebene fast 150 Kolleginnen und Kollegen hatte, sollte vielmehr in den dezentralen Führungszirkeln (Abteilungen / Fachschaften)

  • die Qualität des Unterrichts gesichert, ggf. gesteigert
  • die Selbsteinschätzung der individuellen fachlichen Leistungen, die Motivation und das Selbstwertgefühl der zugehörigen Lehrkräfte verbessert
  • die persönliche Zufriedenheit am Arbeitsplatz gefördert und
  • die abschließende Leistungsbewertung / Beurteilung objektiver werden.

Mit dem Ziel der Umsetzung der oben genannten Ziele wurden die Fachbereichsleiter bzw. Fachschaftsleiter in zahlreichen Fortbildungen geschult. Als wesentliche zusätzliche Aufgabenbereiche sind die regelmäßigen Unterrichtsbesuche der Abteilungsleiter / Fachbereichsleiter bei den ihnen zugeordneten Kollegen und die regelmäßigen Mitarbeitergespräche anzuführen. Erstere haben die Aufgabe, eine qualifizierende Rückmeldung zu geben, bei Problemen frühzeitig zu agieren bzw. um die Kolleginnen und Kollegen zu motivieren und ihnen eine positive Rückmeldung zu geben. Alle qualitätssichernden Maßnahmen der Mittleren Führungsebene werden in einem Portfolio dokumentiert.

Besonders hervorzuheben ist, dass die Umsetzung des Konzepts der Mittleren Führungsebene an der gesamten Schule in allen Fachbereichen und Fachschaften stattgefunden hat. Hierbei waren anfangs auch deutlich die Probleme zu erkennen, die bereits in der Begründung des Vorhabens Einzug gefunden hatten. Festgestellt wurde unter anderem, dass eine angstfreie Entwicklung mit der ausgeweiteten Beteiligung der Mittleren Führungsebene an der Beurteilung nicht vereinbar war. Bei der Problemlösung war es von Vorteil, dass der Personalrat bei allen Entscheidungen zur Mittleren Führungsebene stark eingebunden war. Schlussendlich hat sich die Akzeptanz der Mittleren Führungsebene in den letzten vier Schuljahren stark verbessert, wie die Befragung der Lehrkräfte im Frühjahr 2011 gezeigt hat. Damit ist die Ebene der Fachbereichsleiter / Fachschaftsleiter als Mittlere Führungsebene eine wesentliche Stütze der Qualitätsmanagementprozesse geworden. Gleichzeitig konnte sich in den letzten Jahren an unserer Schule eine Feedbackkultur entwickeln, die ohne die Einführung der Mittleren Führungsebene so nicht möglich gewesen wäre. Die Ergebnisse des Modellversuchs zur Mittleren Führungsebene wurden mit dem KMBek vom 11. August 2010 (veröffentlicht in KWMBl Nr. 18/2010) freigegeben.

Einführung des Qualitätsmanagementsystems QmbS

Im Rahmen von Profil21 wurde an unseren Schulen das Qualitätsmanagement QmbS entwickelt. Hier wurden die bereits vorher durchgeführten internen Evaluationen weiterentwickelt und regelmäßig durchgeführt. Auf der Grundlage der Ergebnisse der internen Evaluationen und den Ergebnissen der externen Evaluation aus dem Schuljahr 2006/2007, sowie unter Einbeziehung unseres Leitbildes und des bayerischen Qualitätsrahmens wurde im Schuljahr 2009/2010 das schulspezifische Qualitätsverständnis (SQV) erarbeitet. Damit wurde unter Beachtung der bisherigen Arbeit an Schulqualität ein neuer Ausgangspunkt für die Qualitätsentwicklung geschaffen. Nach der Trennung der Schulen zum 01. August 2011 wurde das SQV überarbeitet und neu vom Kollegium verabschiedet.

Ein wesentlicher Schwerpunkt der Qualitätsarbeit an unserer Schule bestand in der Etablierung einer Feedbackkultur. Hierzu wurden in den letzten Jahren auf zahlreichen Konferenzen und schulinternen Fortbildungen Möglichkeiten des Individualfeedbacks gezeigt. Es existiert eine Sammlung von verschiedenen Fragebögen für das Feedback durch die Schüler. Einige der Möglichkeiten stehen am Ende zum Download bereit. Es besteht eine Empfehlung, dass sich alle Kollegen mind. einmal im Schuljahr eine Rückmeldung von ihren Schülern einholen. Wie die Evaluation im letzten Schuljahr gezeigt hat, führen die meisten Kollegen mehrfach derartige Umfragen durch und empfinden deren Durchführung und Auswertung als sinnvoll. Es existiert eine umfangreiche Handreichung zur kollegialen Hospitation. Auch hier hat sich gezeigt, dass die Akzeptanz im Kollegium zunehmend ist, was nicht zuletzt an den positiven Erfahrungen der Kollegen und an der Möglichkeit liegt, sich die gegenseitigen Unterrichtsbesuche als Fortbildungen bescheinigen zu lassen. Weiterhin existiert an unserer Schule eine kollegiale Beratungsgruppe.

Das Schulentwicklungsteam (SET) ist für die Steuerung der Qualitätsprozesse zuständig und besteht aus Vertretern der Schulleitung, des Personalrats und des Kollegiums. Auf Grund der Schultrennung gibt es nun an beiden Schulen neue Schulentwicklungsteams, in die sich die bereits erfahrenen Kollegen des alten Schulentwicklungsteams einbringen.


qmbs logoDas nebenstehende Logo soll die Prozesse symbolisieren, die während des QmbS-Prozesses ablaufen sollen.

Schulspezifisches Qualitätsverständnis:
Die Schule legt Werte und Zielvorstellungen fest, die den Ausgangspunkt der Qualitätsentwicklung darstellen und damit handlungsleitend für alle weiteren Schritte im Qualitätsprozess sind.

Interne Evaluation:
Die Schule erhebt in regelmäßigen Abständen fundierte Daten, die ausschließlich dem schulinternen Gebrauch dienen. Auf dieser Grundlage führt sie einen Soll-Ist-Vergleich durch, um einen Entwicklungsprozess einleiten zu können.

Individualfeedback:
Die Lehrkraft nutzt subjektive Feedbackaussagen verschiedener Personenkreise (Schüler, Kollegen, Eltern, Ausbilder) zur Selbsterkenntnis und als Impuls zur persönlichen Weiterentwicklung. Die Feedbackdaten sind ausschließlich für die Hand des Feedback-Nehmers bestimmt; er entscheidet, wie er mit ihnen verfährt.

Externe Evaluation:
Die externe Evaluation ergänzt die interne Evaluation durch eine systematische Außensicht. Auf der Basis des Evaluationsberichts entwickelt die Schule Zielvereinbarungen in Abstimmung mit der Schulaufsicht.

Steuerung der Qualitätsprozesse:
Eine professionelle Projektsteuerung ist ein wichtiger Erfolgsfaktor für kontinuierliche Qualitätsverbesserung an Schulen. Das Schulentwicklungsteam, der auch die Schulleitung angehört, sorgt für Verbindlichkeit und Transparenz der Entwicklungsprozesse.

Die Projektleitung für QmbS hat die Qualitätsabteilung des ISB inne. Auf der Projekseite des ISB zum Thema QmbS finden Sie neben weiteren Informationen zum Thema unter anderem auch das QmbS-Konzept als PDF zum herunterladen.


Download Möglichkeiten zum Individualfeedback:

Coaching neuer Kollegen

Mit der internen Evaluation im Schuljahr 2005/2006 zeigte sich die Notwendigkeit, neue Kolleginnen und Kollegen gezielt und strukturiert zu coachen. Seit dem Schuljahr 2007/2008 werden allen neuen Kolleginnen und Kollegen erfahrene Lehrkräfte – Mentoren – zugeordnet, welche z.B. eine Einweisung in die wesentlichsten Regularien der Schule (z.B. Regelwerk zu Absenzen) und in die grundsätzlichen Festlegungen der Schulordnung (z.B. Notenberechnung) vornehmen. Auch bei der Erstellung von Stoffverteilplänen und ersten Leistungserhebungen sind die Mentoren behilflich. Mit der immer komplexeren Struktur der EDV an unserer Schule ergab sich auch die Forderung, unmittelbar am Schuljahresbeginn EDV-Fortbildungen anzubieten. In den ersten zwei Wochen werden an unserer Schule daher Fortbildungen zur Benutzung der PCs, Beamer und Visualizer in den Klassenräumen sowie Fortbildungen zum Schulverwaltungsprogramm, zur Nutzung der OWA-Kommunikationsplattform und zum elektronischen Klassentagebuch angeboten. Darüber hinaus steht auf dem Verwaltungsserver eine Datei mit der „Digitalen Schulfamilie" zur Verfügung, in der alle Kolleginnen und Kollegen der Schule mit Namen, Funktion und Bild hinterlegt sind. Vor den Allerheiligenferien findet in jedem Schuljahr ein Treffen der neuen Kolleginnen und Kollegen mit der Schulleitung statt, bei dem ein Erfahrungsaustausch über den Start an unserer Schule stattfindet. Dieser Erfahrungsaustausch dient auch dazu, die Hilfestellungen zum Schuljahresbeginn noch effektiver gestalten zu können.

Ehemaligennetzwerk

Dasehemaligen netzwerk logo Ehemaligen-Netzwerk unserer Schule ist eine von der Schulleitung und einzelnen Mitgliedern des Kollegiums gegründete und in ehrenamtlicher Arbeit betriebene Alumni-Organisation der Beruflichen Oberschule Erding. Ein Hintergedanke war, dass Schüler, die sich gut informiert fühlen, zufriedener sind, ein anderer, dass ehemalige Schüler länger an ihre „alte" Schule gebunden sind und somit Werbung für unsere Schule machen.

Durch diese Art der Kontaktpflege ermöglicht das Ehemaligen-Netzwerk die Stärkung einer eigenen Schulidentität sowie die Vernetzung der Ehemaligen mit den aktuellen Schülerinnen und Schülern, um den Erfahrungsaustausch und einen Wissenstransfer zwischen den Schülergenerationen nicht dem Zufall zu überlassen.

Zur Erreichung dieser Ziele lädt das Team vom Ehemaligen-Netzwerk ehemalige Schülerinnen und Schüler unserer Schule ein, bei besonderen Anlässen wie Infoabenden oder Aktionstagen den eigenen beruflichen oder akademischen Werdegang vorzustellen, oder es bietet auch die Gelegenheit auf den jährlich stattfindenden Abschlussfeiern ehemalige Mitschülerinnen und Mitschüler bzw. Lehrkräfte zu treffen.

Beim Ehemaligen-Tag wird der Klassenverbund für zwei Schulstunden aufgelöst und jeder Ehemalige kann in einem Klassenzimmer seine Vorträge halten. Jeder Schüler kann sich für zwei Vorträge einschreiben. Dort stellen die Ehemaligen ihren Studiengang vor und geben Tipps, was zu Beginn oder in späteren Semestern zu beachten ist. Die Schüler erhalten so eine Möglichkeit sich über die Studieninhalte ein besseres Bild zu machen und vielleicht zu entscheiden, ob dieses Studium wirklich den Erwartungen entspricht oder worauf sie besonders achten müssen.

Weiterführende Informationen finden Sie auf unserer Projektseite unter Ehemaligennetzwerk.

Schüler beim Ehemaligennetzwerk am 17.02.2012

Schulische Sozialarbeit

Seit dem Schuljahr 1999/2000 gibt es die Schulsozialarbeit an der Dr.-Herbert-Weinberger-Schule. Die Trägerschaft liegt bei der Brücke Erding e.V., einem freien Träger der Jugendhilfe im Landkreis. Finanziert wird die Maßnahme über den Landkreis Erding. Auch nach der Trennung von Berufsschule und Beruflicher Oberschule kann die Schulsozialarbeit mit den nachfolgenden Arbeitsschwerpunkten an unserer Schule weiterhin angeboten werden. Die Schulsozialarbeit bildet den Schnittpunkt zwischen den Arbeitsfeldern der Jugendhilfe und der Schule.

Die Schulsozialarbeit unterstützt Jugendliche bei der Bewältigung von schulischen, beruflichen sowie persönlichen Problemen und zielt grundsätzlich auf eine Verbesserung der sozialen Situation hin. Das Risiko des Scheiterns in der Schule und im Ausbildungsbetrieb soll begrenzt und die Chancen Benachteiligter im Bildungswettbewerb sollen erhöht werden. Konflikte und Spannungen im schulischen, betrieblichen und sozialen Umfeld sollen aufgefangen und mit dem Jugendlichen bearbeitet werden. Ziel hierbei ist es, mit den Jugendlichen durch individuelle Fördermaßnahmen, eigenverantwortliches Handeln für das weitere Leben des Einzelnen zu entwickeln. Grundlage für ein effektives Arbeiten ist die Beziehung zum Jugendlichen. Entscheidende Wesensmerkmale der Sozialarbeit an unserer Schule sind Freiwilligkeit, Vertraulichkeit sowie Ganzheitlichkeit.

Sozialpädagogische Arbeit geht grundsätzlich vom Ansatz der „Hilfe zur Selbsthilfe" unter Berücksichtigung vorhandener Kompetenzen und Ressourcen aus. Sie muss daher in den Schulbetrieb integriert sein. Eine enge Zusammenarbeit mit der Schulleitung, dem Beratungslehrer und den Lehrkräften ist eine unabdingbare Notwendigkeit.

Tätigkeitsfelder der Schulsozialarbeit sind Beratung von Schülern, Eltern, Ausbildern und Lehrkräften, Krisenintervention, Intensive Einzelfallhilfe, Mediation, Vermittlung an geeignete Hilfeeinrichtungen und die Planung und Durchführung von Projekten.

An unseren Schulen wurden in den letzten Jahren zahlreiche Projekte durchgeführt, unter ande-rem zu nachfolgenden Themen:

  • Sucht – Thematisierung der Suchtproblematik unter Jugendlichen
  • Medien – Sensibilisierung bzgl. der Gefahren der neuen Medien
  • Überschuldungsprävention
  • „Schwierige Klassen" /Mobbing

Zusätzlich werden klassenübergreifende Projekte geplant und durchgeführt, z.B. Projekttag „Sucht", Projektwoche „Kulturelle Vielfalt", Theaterstück zum Thema Rechtsextremismus.

Gemeinschaftsraum - Raum der Stille

Die Idee zum „Raum der Stille" entstand während der Christmette in der Kirche des Fliegerhorstes von Erding. Von der kunstvollen Zimmermannsarbeit des Dachstuhls inspiriert, wurde vom damaligen Schulleiter Josef Biller der Gedanke geboren, die bislang auf dem Gelände der beruflichen Schulen in Erding unverwirklichte „Kunst am Bau" durch ein Schülerprojekt nachzuholen.

Maurer-, Zimmerer- und Schreinerlehrlinge der Berufsschule und Schüler der Ausbildungsrichtung Technik der Fachoberschule sollten in ein gemeinschaftliches, die Schüler und Schulen verbindendes Projekt „Kunst am Bau" eingebunden werden.

Unter dem offiziellen Begriff des „Gemeinschaftsraums" verbirgt sich eine im Zentrum der beruflichen Schulen von Erding frei stehende Kapelle – ein modernes Gebäude, welches künftigen Generationen von Schülerinnen und Schülern und auch Lehrkräften als Gebetsraum, als Raum der Stille und der Meditation, als Unterrichtsraum für Religionslehre und Ethik aber auch für sozialpädagogische und künstlerische Zwecke nachhaltig zur Verfügung stehen soll. Ein Bauwerk also, das nach den Wertvorstellungen der christlich abendländischen Kultur als Raum der menschlichen Begegnung allen Schülerinnen und Schülern, ungeachtet von Rasse oder Religion offen steht.

Raum der Stille 1Raum der Stille 2Raum der Stille 3

Die Idee hat über die Schule hinaus einen großartigen Anklang und auch eine hervorragende finanzielle Unterstützung von Landkreis, Staat und der örtlichen Wirtschaft erfahren. Als rechnerische Kosten für das Bauwerk wurden 160.000 Euro ermittelt, an denen sich der Landkreis Erding als Sachaufwandsträger mit 60.000 Euro und der Freistaat Bayern mit 45.000 Euro beteiligten. Mit bewundernswerter Eigeninitiative und kreativem Sachverstand sowie mit beispielhafter Zusammenarbeit und handwerklichem Können ist es der Schule gelungen, dieses Gemeinschaftswerk zu verwirklichen. Weit über 60.000 Euro wurden in einer einzigartigen Gemeinschaftsleistung von Schülern, Lehrern und Sponsoren durch Eigenleistung, Sach-, Geld-, und Dienstleistungsspenden eingebracht.

Raum der Stille 4Raum der Stille 5Raum der Stille 6

Mit wenigen Ausnahmen wurden fast alle Bau- und Ausbauarbeiten von Schülerhand durchgeführt. Auch der größte Teil der Ausstattung, beispielsweise die Innentüren, die Bestuhlung, ein Einbauschrank oder eine künstlerische Holzstele, welche in Teilen auseinandergeschoben werden kann und funktional ein indirekt beleuchtetes Kreuz oder die Blickrichtung nach Mekka vorgibt, wurde in Eigenarbeit erstellt.

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