Einführung der Mittleren Führungsebene

Im Rahmen des Modellversuchs Profil21 wurde an unserer Schule das Führungsmodell der Mittleren Führungsebene erfolgreich erprobt. Seit 2014 existiert an unserer Schule als Weiterentwicklung die Erweitere Schulleitungnach Art. 57a BayEUG.

Im Rahmen des Schulentwicklungsprozesses kam es bereits im März 2004 zur schulinternen Einführung der Führungsverantwortung für Fachbereichsleiter bzw. Fachschaftsleiter. Zu diesem Zeitpunkt wurde auch das Aufgabenspektrum dieses Personenkreises an unseren Schulen entsprechend den aktuellen Erwartungen an eine gut geführte und leistungskräftige Schule definiert. Als Grundlage diente die Ausarbeitung der Arbeitsgemeinschaft der Schulleiterinnen und Schulleiter für staatliche Berufsschulen in Oberbayern e.V. (ASBO).

Im Modellversuchsvorhaben Profil21 wurde seit dem Schuljahr 2007/2008 erprobt, welche Teilbereiche der bislang alleinigen Führungsverantwortung des Schulleiters dezentral auf eine mittleren Führungsschicht verlagert werden können, ohne den Schulleiter gänzlich von den Qualitätsmanagement- und Mitarbeiterführungsprozessen abzukoppeln.

Dabei wurden im Modellversuch Aufgabenbereiche herausgegriffen, welche ausschließlich der Qualitätssicherung von Unterricht und der Mitarbeiterführung dienen.

Neben der Entlastung des Schulleiters, der zum Zeitpunkt der Einführung der Mittleren Führungsebene fast 150 Kolleginnen und Kollegen hatte, sollte vielmehr in den dezentralen Führungszirkeln (Abteilungen / Fachschaften)

Mit dem Ziel der Umsetzung der oben genannten Ziele wurden die Fachbereichsleiter bzw. Fachschaftsleiter in zahlreichen Fortbildungen geschult. Als wesentliche zusätzliche Aufgabenbereiche sind die regelmäßigen Unterrichtsbesuche der Abteilungsleiter / Fachbereichsleiter bei den ihnen zugeordneten Kollegen und die regelmäßigen Mitarbeitergespräche anzuführen. Erstere haben die Aufgabe, eine qualifizierende Rückmeldung zu geben, bei Problemen frühzeitig zu agieren bzw. um die Kolleginnen und Kollegen zu motivieren und ihnen eine positive Rückmeldung zu geben. Alle qualitätssichernden Maßnahmen der Mittleren Führungsebene werden in einem Portfolio dokumentiert.

Besonders hervorzuheben ist, dass die Umsetzung des Konzepts der Mittleren Führungsebene an der gesamten Schule in allen Fachbereichen und Fachschaften stattgefunden hat. Hierbei waren anfangs auch deutlich die Probleme zu erkennen, die bereits in der Begründung des Vorhabens Einzug gefunden hatten. Festgestellt wurde unter anderem, dass eine angstfreie Entwicklung mit der ausgeweiteten Beteiligung der Mittleren Führungsebene an der Beurteilung nicht vereinbar war. Bei der Problemlösung war es von Vorteil, dass der Personalrat bei allen Entscheidungen zur Mittleren Führungsebene stark eingebunden war. Schlussendlich hat sich die Akzeptanz der Mittleren Führungsebene in den letzten vier Schuljahren stark verbessert, wie die Befragung der Lehrkräfte im Frühjahr 2011 gezeigt hat. Damit ist die Ebene der Fachbereichsleiter / Fachschaftsleiter als Mittlere Führungsebene eine wesentliche Stütze der Qualitätsmanagementprozesse geworden. Gleichzeitig konnte sich in den letzten Jahren an unserer Schule eine Feedbackkultur entwickeln, die ohne die Einführung der Mittleren Führungsebene so nicht möglich gewesen wäre. Die Ergebnisse des Modellversuchs zur Mittleren Führungsebene wurden mit dem KMBek vom 11. August 2010 (veröffentlicht in KWMBl Nr. 18/2010) freigegeben.